Rinspeed Advantage R One

alle Bilder dieser Seite stammen aus der Sport Auto 3/2001

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Die schweizer Konzept-Car-Schmiede Rinspeed baut auf Basis des Motors, Fahrwerks, Lenkung (und Chassis ???) des Lotus Elise dieses Monoposto, welches Ende Februar 2001 auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt wird. Das Besondere an dieser (hoffentlich bleibt es keine-) Studie ist das einsitzige Cockpit welches schwenk- und höhenverstellbar gelagert ist. Das gesamte Cockpit schwenkt in Kurven automatisch durch die Fliehkraft nach innen (siehe Bild rechts oben). Über die Sinnhaftigkeit dieser Konstruktion wird bestimmt ausführlich diskuttiert, jedoch ist die technische Machbarkeit damit auf beeindruckende Art und Weise unter Beweis gestellt. Rinspeed wollte auf diesem Weg ein motorradähnliches Fahrgefühl wiedergeben.

Die technische Schwierigkeit liegt darin, daß sämtliche Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine trotz Schwenkmechanismus funktionstüchtig bleiben. Man denke nur an Schaltgestänge und Lenkung, welche wohl die schwierigeren Probleme waren. Trotzdem hat Rinspeed den R One in nur viereinhalb Monaten entwickelt.

Warum das Gefährt trotz 750kg und 120PS mit so übertrieben mächtiger Bereifung unterwegs ist, wird wohl ein Geheimnis bleiben. Der 1,8l Rover Motor - bekannt aus Elise und MGF läuft dafür mit Kompostgas welches in Flaschen in den Schwellern aufbewahrt wird. Der Einstieg gleicht nicht nur aufgrund der sehr breiten Schweller, sondern auch wegen des schwankenden Cockpits mehr dem Entern eines Ruderboots als eines Sportwagens.

Nach dem Starten des Motors wird automatisch das Cockpit um gut 20cm nach oben gefahren um einen guten Überblick zu gewährleisten.

Bleibt zu hoffen, daß Rinspeed dieses Unikum tatsächlich baut und über die Motorisierung vielleicht noch einmal nachdenkt. Das Konzept und vor allem diese Reifen könnten einiges mehr vertragen. Der R One sollte leistungstechnisch das halten was er optisch bereits jetzt schon verspricht. Schliesslich fährt wohl jeder, schon alleine aus Neugierde, freiwillig nach rechts wenn dieses Monster im Rückspiegel auftaucht. Apropos Rückspiegel: schon aufgefallen? Der R One besitzt keinen einzigen. Anstatt dessen hat er eine Kamera in der Stosstange und einen Bildschirm im Cockpit. Dafür ist aufgrund der fehlenden Windschutzscheibe ein Helm sehr empfehlenswert.