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it contains all information to import a car from germany to austria

 

ich beschränke mich hier auf den import eines gebrauchten fahrzeuges nach österreich. ein auto gilt dann als gebraucht, wenn es mindestes 6 monate alt ist und mindestens 6000 km im ausland vor dem ankauf gefahren wurde (kilometerstand zum zeitpunkt der übernahme muss bestandteil des kaufvertrags sein).

dinge die beim kauf zu beachten sind (abgesehen von der qualität des fahrzeuges):
 

  • der kaufvertrag muss im ausland notariell beglaubigt sein, ansonsten gibt es später probleme bei der anmeldung in österreich.
  • es hat keinen sinn den kaufbetrag im vertrag niedrieger anzusetzen als tatsächlich bezahlt wurde (ehrlich). dadurch wird der betrag der nova (normverbrauchsabgabe) auch nicht geringer.
  • es ist unbedingt der fahrzeugschein und der fahrzeugbrief des kfz mitzunehmen.
  • coc-zulassungspapier im original wird für die typisierung benötigt (wenn überhaupt vorhanden)
die überstellung kann entweder mit deutschen überstellungskennzeichen (nur 5 tage gültig) oder mit den normalen kennzeichen der letzten anmeldung aus deutschland erfolgen. es ist legal als besitzer des fahrzeuges (kaufvertrag) und mit den kennzeichen des vorbesitzers im ausland und in österreich zu fahren. einziges problem könnte der vorbesitzer sein, der damit evtl. ein problem hat. in meinem fall hatte ich glueck. bei der späteren anmeldung in österreich werden die deutschen kennzeichen automatisch von der zuständigen bezirkshauptmannschaft eingezogen und an die deutsche zulassungsbehörde weitergeleitet.

die deutschen überstellungskennzeichen haben den vorteil, dass sie später einfach weggeworfen werden können, allerdings sind sie eben nur 5 tage gültig. wenn dann der termin für die einzeltypisierung hinausgezögert wird (in der regel funktioniert das nicht in 5 tagen) wird es schwieriger das kfz vom abstellplatz (keine öffentliche strasse) zur typisierungsstelle zu befördern.

die österreichischen überstellungskennzeichen haben den nachteil, dass sie rel. teuer sind, erst einmal beantragt werden müssen (dafür wird das original des fahrzuegbriefes und der kaufvertrag benötigt). d.h. um überstellungskennzeichen zu bekommen muss man zuerst das kfz im ausland begutachten, kaufen, den kaufvertrag unterschreiben, muss dann wieder nach österreich um die kennzeichen zu holen (wer passt inzwischen auf das kfz auf ? - der vorbesitzer hat warscheinlich keine lust dazu).

ist das kfz erst einmal in österreich - auf welchem weg es auch immer da hin gekommen ist - kann (muss) die nova bezahlt werden. die nova errechnet sich aus dem MVEG-verbrauch des kfz. der zuständige generalimporteur muss aber in der lage sein auskunft über die höhe der nova zu geben. im fall der elise (120 PS) dreht es sich um 9% (145 PS - 10%). die nova wird vom zeitwert des kfz berechnet, was wiederum einen vorteil für die elise darstellt, weil sie nämlich in keiner österr. liste geführt wird. damit muss wieder der generalimporteur herhalten, der natürlich keine freude hat, dass da einer unbedingt das auto haben möchte, aber nicht bei ihm kauft => der zeitwert steigt ins unermessliche. damit gibt es als anhaltswert nur mehr den wert im kaufvertrag. liegt dieser wert allerdings unter zeitwert österreich-20% wird der wert im kaufvertrag als unrealistisch niedrig angenommen. da der verkaufspreis im ausland warscheinlich realistisch war - sonst hätte man ja nicht gekauft - ist es also garantiert am günstigsten den kaufpreis als ausgangswert für die nova zu verwenden. allerdings ist das noch lange nicht alles, weil die nova versteuert werden muss. d.h.:

kaufpreis: 100.000,-- ATS / nova: 9%
=> 9.000,-- ATS + 20% MwSt = 10.800,-- ATS

mit dem abschnitt des erlagscheines bekommt man beim zust. finanzamt eine unbedenklichkeitsbescheinigung für die zulassung (wird benötigt für die anmeldung, aber nicht für die einzeltypisierung)

für die einzeltypisierung muss bei der zuständigen landesregierung ein termin vereinbart werden. das kann unter umständen auch ein paar wochen dauern. mein tip: unmittelbar nach sylverster haben die nichts zu tun. ich hatte meinen termin 7 tage nach des ersten anrufes. bei der typisierung selbst wird das original des coc papiers benötigt. eine kopie des gleichen kfz mit anderer fahrgestellnummer reicht natürlich nicht !!! (herzlichen dank herr generalimporteur). unterlagen die für die typisierung benötigt werden:
 

  • coc papier
  • fahreugbrief
  • fahrzeugschein
  • meldezettel des zukünftigen besitzers
  • kaufvertrag
  • ausweis
  • handbuch des kfz
ist das alles vorhanden und das kfz im originalzustand (zumindest dem anschein nach) sollte es keine probleme geben. bei meiner elise hat es etwa eine stunde gedauert bis alle nummern (fahrgestell, motor, auspuff, felgen, usw....) abgelesen waren. das kfz wird natürlich nicht zerlegt. die einzigen zwei punkte die bei meinem kfz tatsächlich technisch überprüft wurden, waren die bremsen und die abgasemissionen. keine lärmmessung (fehler !). und obwohl die bremsen an diesem tag anscheinend schlecht aufgelegt waren und die messung ca. 30% differenz zw. links und rechts ergeben hat habe ich zum schluss den stempel erhalten. insgesamt hat das ca. 1.600,-- ATS gekostet. von der typisierungsstelle wird dann ein ersatz typenschein ausgestellt mit welchem die anmeldung erfolgen kann.

eine sehr ausführliche beschreibung gibt es als winword dokument vom öamtc genau hier.

wie findet man nun sein lieblingsfahrzeug in der lieblingsfarbe wenn das ausland so weit weg ist ? im internet natürlich. in meinem fall habe ich in regelmässigen abständen 5 verschiedene gebrauchtwagenmärkte im internet besucht und bin in einem davon (mobile.de - sicher auch der größte) fündig geworden: